| Der Schwerbelastungskörper |
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Bei meinen Exkursionen entlang der Anhalter/Dresdener Bahn fällt mir jedes Mal in der General-Pape-Str. zwischen dem Bf. Papestraße und der Kolonnenbrücke ein "runder "Betonklotz" ins Auge. Irgendwann hatte ich mal Kenntnis davon erhalten, das sich dieses "Ding" Großbelastungskörper nennt, und als Belastungstest für den im "Dritten Reich" geplanten überdimensionalen Triumphbogen dienen sollte. |
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Der sogenannte Großbelastungskörper steht genau am
nördlichen Ende der General-Pape-Str., wo diese auf dem Loewenhardtdamm trifft. Stadtplan |
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| Ich konnte mir nie vorstellen, dort mal runterzukriechen |
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Doch am 12.09.2004
ergab sich die Gelegenheit im Rahmen des "Tag des offenen
Denkmals" sich dieses Objekt einmal näher anzusehen. |
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Wie man sieht, hatten auch weitere Berliner
Interesse, darunter auch viele Anwohner, sich bei stündlichen Führungen die vom Verein Berliner-Unterwelten e.V. durchgeführt wurden, einige Informationen über diese Objekt zu holen und das Ganze mal aus der Nähe zu betrachten. |
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Der von mir "Großbelastungskörper" genannte Betonklotz wird eigentlich Schwerbelastungskörper genannt. Er wurde 1941 zum Test der Tragfähigkeit des Berliner Baugrund geplant. Die Firma Dyckerhoff & Widmann, die damals die Nr.1 im Betonbau war, wurde mit dem Bau beauftragt.
Die Vorgeschichte dazu: |
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Der Bau wurde unter anderen von
französischen und anderen Kriegsgefangenen durchgeführt. Der obere und
breitere Teil des Schwerbelastungskörper mit einer Höhe von 12m, der in der unteren Hälfte aus Stahlbeton und in der oberen Hälfte
aus einer einfacheren Betonmischung mit geringerer Dichte besteht, ist
der sichtbare Teil des Objektes. Der dünnere "Fuß" erstreckt sich bis in
18,20m Tiefe. Der Schwerbelastungskörper hat ein Gesamtgewicht
von 12.650 Tonnen und erreicht damit ein Bodendruck von 1,26 Meganewton
pro qm. Die gleich ab Baubeginn durchgeführten Messungen wurden erst
nach dem Krieg im Jahr 1948 ausgewertet. Es ergab sich eine Absenkung von 19,3 cm innerhalb von 2
1/2 Jahren. In späteren Jahren erfolgten hier weitere Messungen zur
Belastbarkeit von Boden. |
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| Die Zeit hinterlässt ihre Spuren |
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| Aus nächster Nähe sieht man das doch noch reichlich Platz unter dem Oberteil ist. |
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Herr Wedemeyer von den
Berliner-Unterwelten e.V.
lieferte reichlich Informationen, die in mühevoller Kleinarbeit vom Verein zusammengetragen wurden. |
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| Im tieferen Teil Reste von späteren durchgeführten Belastungsversuchen ... |
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| ... hier speziell Untersuchungen von Betonbohrpfählen, deren quaderförmige Köpfe noch sichtbar sind. |
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| Hier ruht die Last des Oberteils auf den schlankeren "Stiel" des "Pilzes" |
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| Diese Tür führt in einem Raum der erst nach dem Krieg mit Beginn neuer Versuche in den 50er Jahren durch zusätzliche Mauern, die unter ein Teil der Auskragung des Schwerbelastungskörpers gestellt wurden, geschaffen wurde. |
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Die obere Meßkammer und die unteren
Meßkammern in 9 Metern Tiefe hat das Forschungsinstitut mit
seinen Mitarbeitern sowie deren Angehörige als eine Art Bunker genutzt.
Des weiteren wurden hier Messgerätschaften und eine umfangreiche Bibliothek eingelagert, um sie vor den Auswirkungen des Krieges zu schützen. |
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| Heutzutage liegt hier bloß noch "Gerümpel" |
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| An der Wand stehen noch einige alte Regale |
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Den Schlitz zwischen dem normalen Erdreich
und dem Schwerbelastungskörper wurde mit Sand aus der Versuchsgrube aufgefüllt, um diesen nicht abtransportieren zu müssen. |
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Die Informationen stammen vom Vortrag, aus einem extra für diese Veranstaltung erstellten Informationsblatt das ich mit Genehmigung (Danke) des Vereins hier veröffentlichen darf, sowie von Hrn. M. Richter - AG Stadtstrukturen der Berliner-Unterwelten e.V..
Edit-2007: Inzwischen gibt es weitere
Neuigkeiten zum Schwerbelastungskörper |
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Weitere Links zum Thema: und nicht zu vergessen der Verein |
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Samstag, 20 Oktober 2007 - 16:57 |